Geschichte unserer Wärmepumpen-Brunnenanlage

Nachdem der Ölpreis weiter gestiegen war, wurde beschlossen, unsere Heizung vollständig zu entölen. Deshalb begann ich im September 2004 einen Brunnen ins Grundwasser (GW) mit einem Handbohrer abzuteufen, um in Zukunft unser Haus mit Grundwasser zu heizen. Es wurde ein Antrag auf GW-Nutzung beim Landratsamt KA gestellt. Im Dezember 2004 wurde die Nutzung genehmigt, was leider 550 Euro Verwaltungsgebühr kostete.

Im Mai  2005  baute ich einen Dreibock und begann den Schluckbrunnen in 15 Metern Entfernung vom Haus zu bohren.  Mit einem Hosenrohr aus genietetem PVC-Platten wurde das Bohrloch stabilisiert. Bei -6,8 Meter liegt  der GW-Spiegel. Nun wurde ein KG-Rohr DN-200 mit Filter versehen und in das Hosenrohr eingestellt und mit einem Plunscher das Sand/Kiesgemisch per Seilwinde zu Tage gefördert. Im Oktober  wurden Förder- und Schluck-Brunnen auf -9,5 Meter abgeteuft. Das Grundwasser hat eine Temperatur von +13,3°. Mit einer Membranpumpe wurden die Brunnen entsandet und dann mit einem Bodenstopfen versehen. Gleichzeitig wurden 3 Wärmetauscher  in einem verstärkten Haushaltsregal montiert und dem Kälteinstallateur übergeben, der Anfang November die fertige Wärmepumpe lieferte. Dann wurde die Verbindungsleitung zwischen Haus und Schluckbrunnen mit dem Bagger verlegt. Die Tiefbrunnenpumpe BBC-4M05 7/55 wurde mit einem PE-Rohr 40/32 mm im Förderbrunnen versenkt und erbrachte eine Leistung von 4 cbm/Stunde über eine Förderhöhe von 8 Meter. Nach Verlegen aller Wasserleitungen im Heizraum war die

neue Wasser/Wasser-Wärmepumpe am 7. 12. 2005 fertig

zum Start. Seitdem heizen wir unser Haus mit Strom aus dem Kernkraftwerk Philippsburg und ersparen der Umwelt circa 10000 Kubikmeter CO2 im Jahr. Die Stromkosten betrugen im letzten Jahr 1330 Euro.

Wir heizen damit unser Haus voll nuklear:

80% der Energie ist gespeicherte Sonnenwärme im Grundwasser

20% der Energie kommt in Baden-Wuerttemberg als Grundlaststrom aus CO2-freien Kraftwerken: 4 Kernreaktoren und Wasserkraftwerke (indirekte Sonnenenergie) am Rhein und Neckar.